Immobilien gelten in der Zeit sinkender Zinsen immer mehr als sichere Geldanlage. Die Nachfrage nach Immobilien steigt, die Preise scheinen zu explodieren. „Markt“ ging der Frage nach, ob dieser Eindruck generell richtig ist und klärte über die Mechanismen des Immobilienmarkts auf. In der Sendung wagte der Journalist Herbert Kordes auch einen Blick in die Praxis des Immobilienhandels: Ein WDR-Team begleitete in Aachen-Walheim die gut besuchte OPEN HOUSE-Veranstaltung der PHI-Immobilienexpertin Johanna Ostlender.

Zwischen 2009 und 2014 stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen in den Großstädten in NRW eklatant: in Aachen im Durchschnitt um 12%, in Köln um 23% und in Düsseldorf sogar um 30%. Kaum jemand kann sich vorstellen, wie solche Preissteigerungen zustande kommen. Viele glauben, dass der gesamte Immobilienmarkt mehr und mehr von der Nachfrage beeinflusst wird. Und diese steigt ja bekanntlich – aufgrund des niedrigen Zinsniveaus – stetig an: Immer mehr Menschen sehen in einer Immobilie eine krisensichere Geldanlage. Von „Betongold“ ist oft die Rede.

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Immobilienpreise in Städten oft zu hoch

Daran, dass in Städten immer öfter unangemessen hohe Preise verlangt werden, zweifelt heute kaum jemand. Stichproben des Wertgutachters Wolfram Wiedenbeck belegen die Existenz erschreckender Wucherpreise. Wiedenbeck nahm einige Immobilienangebote in Köln unter die Lupe und stieß auf Erstaunliches: So kostete z.B. ein Einfamilienhaus mit drei Zimmern und 95m² Wohnfläche 1,2 Millionen Euro. Der Wertgutachter schätzte den Marktwert jedoch auf 540.000 Euro, also auf knapp die Hälfte. Auch wenn der tatsächliche Wert sich als weit geringer erweist als der geforderte: Die Lage der Immobilie – im beliebten Stadtteil Rodenkirchen am Rhein – scheint jeden Preis zu rechtfertigen.

Umfassende Einschätzung erst durch differenzierte Betrachtung

Aber bewirkt die steigende Nachfrage in einer Stadt automatisch ein unangemessenes Hochschnellen der Preise im gesamten Stadtgebiet? Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln empfiehlt eine differenzierte Sicht der Dinge: Es sei richtig, dass die Nachfrage den Preis bestimme, aber zu flächendeckend überhöhten Preise müsse dies nicht unbedingt führen. So gebe es in jeder Stadt bestimmte Stadtteile, die aufgrund ihrer Lage besonders beliebt seien und in denen die Immobilienpreise entsprechend hoch seien. Doch gelte dies nicht für die Stadt insgesamt und besonders nicht für stadtnahe Vororte.

PHI mit Open House beim WDR

Ähnlich sehen dies auch die Immobilienexperten der Maklerfirma PHI in Aachen. PHI bietet daher nicht nur Immobilien im Zentrum von Aachen, sondern auch Objekte aus dem preisgünstigeren Umfeld an. Das Team des WDR durfte der Immobilienexpertin Johanna Ostlender bei einem sogenannten OPEN HOUSE – einer unverbindlichen Hausbesichtigung – in Aachen- Walheim über die Schulter schauen. Die Veranstaltung fand großen Anklang – besonders bei Interessenten, die eine schöne und preisgünstige Immobilie suchten, aber dabei auf die Nähe zu Aachen nicht verzichten wollten. Dass die Strategie aufging, bewies der Erfolg: Nach nur knapp drei Wochen fand das Haus seine neuen Besitzer.

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