Zu hohe Preise schrecken potenzielle Käufer ab, während ein zu niedriger Preis für Sie von Nachteil ist, da Sie Ihre Immobilie unter Wert verkaufen. Die Kunst ist es, den besten Preis zu finden, der auf jeden Fall marktgerecht sein sollte. Aber wie geht das eigentlich? Bevor es zur eigentlichen Preisverhandlung im Kundengespräch kommt, muss zunächst der Wert einer Immobilie ermittelt werden. Die Wertermittlung sollte möglichst von einem Experten gemacht werden, der durch regelmäßige Praxis die nötige und realitätsgetreue Marktkenntnis hat. Wir haben fünf Tipps für Sie zusammengefasst, wie Sie bei der Preisermittlung vorgehen sollten:

1. Betreiben Sie Marktforschung

Um einen realistischen Preis Ihrer Immobilie zu ermitteln, sollten Sie regelmäßig Preisangaben aktuell angebotener Häuser und Eigentumswohnungen in Ihrer Region beobachten. Diese finden Sie auf Immobilienportalen im Internet oder in Regionalzeitungen.
Aber Vorsicht: Die dort angegebenen Preise sind nur Angebotspreise. Angebotspreise werden von den Eigentümern selber festgelegt und sind oft auch von persönlichen und emotionalen Aspekten geprägt, die nicht immer der Realität entsprechen. Der finale Preis entsteht nämlich erst nach einem Besichtigungstermin und nachdem der Vertrag beim Notar unterzeichnet wurde. Wer bezüglich des richtigen Preises unsicher ist, sollte unbedingt einen Immobilienexperten zu Rate ziehen.

2. Online-Bewertung

Eine weitere Möglichkeit, den Preis Ihrer Immobilie zu schätzen, ist die Online-Bewertung. Diese sollten Sie allerdings nicht als präzises Verfahren sehen, sondern lediglich als Orientierungshilfe, da in dem standardisierten System besondere Details zu Ihrer Immobilie nicht berücksichtigt werden, die den Preis nach oben oder unten korrigieren. Online-Bewertungstools finden Sie auf den Webseiten von den meisten Immobilienanbietern. In der Regel muss man in solchen Online-Bewertungen ein Formular ausfüllen, wo alle relevanten Daten zur Immobilie eingetragen werden müssen. Anschließend vergleicht das System das Objekt mit Marktdaten aus der Region. Auch hier möchten wir darauf hinweisen, dass dieses Verfahren keineswegs die professionelle Hilfe eines Immobilienexperten ersetzen kann.

3. Ziehen Sie einen Profi zu Rate

Bei der Preisermittlung sollte man nichts dem Zufall überlassen, schließlich geht es hier darum, den bestmöglichen Wert aus Ihrem Verkauf zu erzielen. Ein Immobilienmakler hat die nötige Expertise um Ihnen bei der Preisermittlung zu helfen und ist durch regelmäßige Praxis vertraut mit den Marktpreisen. Der Marktpreis einer Immobilie ist abhängig von Faktoren wie beispielsweise Lage und Bauart. Auch der Verkaufszeitpunkt ist zudem ein Kriterium — besonders in Zeiten von Niedrigzinsen und gestiegenen Preisen lohnt es sich, eine Immobilie zu verkaufen. Angebot und Nachfrage sind insofern von Bedeutung, da potenzielle Käufer oftmals bereit sind mehr auszugeben, wenn für ein Objekt eine besonders hohe Nachfrage besteht.

4. Diese Aspekte sind entscheidend bei der Immobilienbewertung:

Lage der Immobilie
Die Lage der Immobilie zählt zu den wichtigsten Faktoren, wenn es um die Ermittlung des Immobilienpreises geht. Das kann man insbesondere daran erkennen, dass identische Objekte je nach Lage, preislich weit auseinanderklaffen. Je begehrter die Lage, desto höher der Immobilienwert. Beliebt sind zum Beispiel besonders exponierte Lagen wie Gebiete, die nah am Wasser liegen oder Immobilien die zentral gelegen sind.
Zustand der Immobilie
In welchem Zustand befindet sich das Gebäude?
Gibt es Sanierungsbedarf?
Welche Renovierungen oder baulichen Veränderungen wurden bereits durchgeführt?
Wie ist die Immobilie ausgestattet?
Diese Fragen sind wichtig, um den Wert Ihrer Immobilie zu ermitteln. Ein Fachmann kann Ihnen dabei helfen diese realistisch zu beantworten. Käufer sind vor Allem daran interessiert wie der Zustand der Heizungsanlage, der Fenster oder des Daches ist. Auch die energetische Information zur Qualität der Immobilie ist wichtig und kann aus dem Energieausweis entnommen werden. Die Grundflächenanzahl (GRZ) gibt an, wie dicht der Boden eines Grundstücks versiegelt und entsprechend überbaut werden kann und ist auch ein wichtiges Kriterium bei der Preisermittlung.

Die Kriterien auf einen Blick:

• Lage
• Grundstücksgröße
• Sanierungszustand
• Wohnfläche
• Art der Immobilie
• Ausstattungsstandard
• Baujahr
• Durchgeführte Renovierungen und bauliche Veränderungen
• Mit angebotenes Inventar
• Besonderheiten

5. Das können Sie für den Werterhalt Ihrer Immobilie tun:

Ein gepflegtes Haus kommt besser bei potenziellen Käufern an, als eins das offensichtlich verwohnt ist. Dazu zählen unter anderem vergilbte Tapeten, ein ungepflegter Holzboden oder Nikotingeruch.
Um mehr aus dem Verkaufspreis der Immobilie rauszuholen, lohnt es sich das Haus oder die Wohnung vorher etwas aufzufrischen. Frisch gestrichene Wände, etwas Deko und neue Vorhänge hinterlassen bei Interessenten einen deutlich besseren Eindruck. Als professionelle Serviceleistung nennt sich dieser Dienst „Home Staging“.

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